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Theaterworkshops mit Jörg Simmat
Jörg Simmat, Jahrgang 1959, wuchs in Weimar auf und studierte von 1979-1983 an der Theaterhochschule "Hans Otto" im Fach Schauspiel. Seine berufliche Laufbahn führte ihn an verschiedene Theater in Sachsen und Thüringen. Zuletzt war er bis 2009 am Theater Plauen/Zwickau engagiert. Seit 2009 arbeitet er freiberuflich als Schauspieler, Moderator, Stadtführer, Musiker und Kommunikations-Coach in Plauen. Seit 2014 ist er Mitglied im Kirchenvorstand der ev. Luthergemeinde in Plauen.
Er ist verheiratet und freut sich über drei Kinder und sechs Enkelkinder.


Bitte die Theaterangebote direkt bei Jörg Simmat anfragen und buchen: Dobenaustr. 12 in 08523 Plauen, Tel.: 0177/ 2113633

Workshop 1
Wir könnnen nicht nicht kommunizieren
Ein Kommunikationsworkshop für Schüler ab 8. Klasse

Innerhalb dieses etwa 2- stündigen Angebotes für Jugendliche ab 14 Jahren wird in lockerer und spielerischer Form vom Schauspieler Jörg Simmat das "4-Ohren" Kommunikationsmodell von Paul Watzlawick präsentiert. Dabei wird dargestellt, wie sich jede gesprochene Äußerung zwischen Sender und Empfänger auf vier Ebenen ( Sach-, Selbstoffenbarungs-, Apell- und Beziehungsebene) zwischen den jeweiligen Kommunikationspartnern entfaltet. Dargestellt heißt hier, daß der Schauspieler tatsächlich die Fallstricke, Mißverständnisse, aber auch die Möglichkeiten von Kommunikation vorführt und mit den Teilnehmern erlebbar macht. Zur Vertiefung wird ebenfalls verdeutlicht, auf welchen sinnlichen Kanälen Kommunikation abläuft, d.h. welchen Anteil die visuelle und auditive, aber auch haptische und sogar die olfaktorische Wahrnehmung an der Kommunikation hat, ehe eine kognitive Verarbeitung stattfindet.

Je nach Teilnehmergruppe und Vorliebe kann als "Zugabe" auch noch ein Angebot gemacht werden, bei dem die lyrische Form des HAIKU vorgestellt wird. Und zwar unter dem Motto: "Die coolste SMS: Kurzgedichte in der Form des uralten HAIKU"

Workshop 2
Workshop zur Lesekompetenz und Wortschatzerweiterung

Ein spielerischer Workshop für Schüler ab der 4. Klasse

Ausgangspunkt für das etwa 2-stündige Angebot zur Kompetenzerweiterung im Umgang mit dem gesprochenen und gelesenen Wort ist eine Geschichte aus dem Kinderbuch "Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm zu Babel" von Franz Fühmann. Der Schauspieler Jörg Simmat führt die Schüler anhand dieser Geschichte in eine Situation, in der scheinbar alle Spiele gespielt, aller Spaß verflogen, alle Ideen ausgeträumt sind. Und genau an dieser Stelle, wo ansonsten der Fernseher angeht, die Computerspiele angeklickt werden oder die Langeweile sich ausbreitet, lädt dieser Workshop ein, unsere Sprache, ihre Wörter und Eigenheiten, im Spiel zu entdecken.

Erster Teil:
Verschiedene Spielangebote, die auf die Fähigkeiten der jeweiligen Altersgruppe zugeschnitten sind, geben den Teilnehmern die Möglichkeit, Sprache in lustvoller Weise neu zu entdecken. Es wird vor allem auf die Erweiterung des aktiven Wortschatzes Wert gelegt und es werden spielerisch Palindrome (Kugelwörter) erprobt, Wörter verdreht, bis sie einen neuen Sinn bekommen, in langen Worten kurze andere Worte gesucht und noch einige Spiele mehr ausprobiert, die ein Gefühl für die Vielfalt unserer Sprache vertiefen.
Zweiter Teil:

Der Schauspieler Jörg Simmat tritt als "dummer Computer" auf, der geschriebenen Text nur monoton, ausdruckslos und syntaktisch falsch vorlesen kann. Die Anforderungen (bzw. Anregungen) an die Schüler, diesen Computer so zu "programmieren", d.h. den Schauspieler auf solche Art zu instruieren, daß ein angemessener und gut nachvollziehbarer Vortrag zu Stande kommt, sind hier naturgemäß etwas höher. Bei dieser Altersgruppe wird auch schon zum eigenen freien Vortrag der Schüler übergeleitet. 

Der Idee zu diesem Workshop liegt der Gedanke zu Grunde, mit den Schülern ganz bewußt außerhalb des Schulalltags, in der entspannten und freudbetonten Atmosphäre der Herberge, gleichsam "durch die spielerische Hintertür" an der Ausbildung eines Lesehabitus` zu arbeiten, Regeln der Rechtschreibung zu verinnerlichen, Wortbedeutungen und Synonyme zu erkunden und den aktiven Wortschatz so zu erweitern, daß gegebene Situationen auf unterschiedliche Weise beschrieben werden können.

Workshop 3
Lese- und Rechtschreibstärkung für Grundschüler

Ein spielerischer Workshop

Ausgangspunkt für das etwa 2-stündige Angebot zur Kompetenzerweiterung im Umgang mit dem gesprochenen und gelesenen Wort ist eine Geschichte aus dem Kinderbuch "Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm zu Babel" von Franz Fühmann. Der Schauspieler Jörg Simmat führt die Schüler anhand dieser Geschichte in eine Situation, in der scheinbar alle Spiele gespielt, aller Spaß verflogen, alle Ideen ausgeträumt sind. Und genau an dieser Stelle, wo ansonsten der Fernseher angeht, die Computerspiele angeklickt werden oder die Langeweile sich ausbreitet, lädt dieser Workshop ein, unsere Sprache, ihre Wörter und Eigenheiten, im Spiel zu entdecken.

Erster Teil:
Verschiedene Spielangebote, auf die Fähigkeiten der jeweiligen Grundschüler abgestimmt, geben den Teilnehmern die Möglichkeit, Sprache in lustvoller Weise neu zu entdecken. Diese gemeinsame Beschäftigung mit dem Wort als Spielgegenstand führt dann auf eine zweite Geschichte hin, die in einigen Schulen auch als Lehrmaterial angeboten wird. "Am Schneesee", ebenfalls von Franz Fühmann)

Zweiter Teil:
Basierend auf der langjährigen Erfahrung als Vorlesepate der Vogtlandbibliothek und der Arbeit an verschiedenen Grundschulen hat Jörg Simmat ein spielerisches Konzept zur Stärkung der Lesekompetenz entwickelt. Dabei präsentiert er sich als "dummer Computer", der Texte nur mit einer monotonen, ausdruckslosen und syntaktisch undifferenzierten Sprache wiedergeben kann. Die Schüler werden eingeladen, nach Möglichkeiten zu suchen, dieser "toten" Sprache "Leben" einzuhauchen. Frei improvisierend geht der Schauspieler mit den Angeboten und Vorschlägen der Schüler um und macht direkt erleb- und nachvollziehbar, welche Gestaltungsmöglichkeiten einem Vorleser zur Verfügung stehen. Das Ziel dieses Spiels ist es, grundlegende Kriterien altersgerechten Vorlesens zu entwickeln und zu festigen.

Der Idee zu diesem Workshop liegt der Gedanke zu Grunde, mit den Schülern ganz bewußt außerhalb des Schulalltags, in der entspannten und freudbetonten Atmosphäre der Herberge, gleichsam "durch die spielerische Hintertür" an der Ausbildung eines Lesehabitus` zu arbeiten und Regeln der Rechtschreibung zu verinnerlichen.

Workshop 4
"Wie mißverstehen wir uns richtig"

Ein unterhaltsamer Workshop für Jugendliche ab 14 Jahren

Dieses etwa 2 - stündigen Angebot ist thematisch in zwei Teile gegliedert.
Im ersten Teil führt der Schauspieler Jörg Simmat bekannte Alltagsgesten vor, die für Jugendliche in unserem Kulturkreis scheinbar klare Botschaften vermitteln. Doch Vorsicht! Die selbe Handbewegung oder Gebärde kann schon in einigen Nachbarländern eine völlig andere Bedeutung erlangen. Bewegt man sich gar in einer anderen Kultur, dann wird es kompliziert oder führt sogar zu unerwarteten Mißverständnissen.
Um diese Problematik für Jugendliche in unterhaltsamer Form zu präsentieren, wird die Art und Weise des internationalen Flirtens (schau)spielerisch thematisiert und vorgeführt, um damit den jungen Leuten einen altersgemäßen Zugang für achtungsvollen und höflichen Umgang miteinander nahezulegen.
Im zweiten Teil dieses Angebotes wird Freiherr von Knigge entstaubt und wir gehen gemeinsam auf die Suche, was dieser Klassiker der Höflichkeitsregeln uns 200 Jahre nach dem Erscheinen seines Buches „Über den Umgang mit Menschen“ zu sagen hat. Und es wird viel zu entdecken sein! Immerhin wurde Adolph Knigge seinerzeit in einen Prozess verwickelt, in dem er der „schlauen Volksaufwiegelei“ und „arglistigen Rebellionspredigt“ bezichtigt wurde. Wogegen er damals rebelliert, und was das mit unseren heutigen Verhaltensnormen zu tun hat, wird zu einem unterhaltsamen Exkurs mitten in die jugendliche Kommunikation.   

Wochenendseminar 1
Geschichten der Bibel erlebbar machen

Ein Wochenendseminar zur theatralischen Erarbeitung eines Predigtanspiels
-dieses Angebot richtet sich vor allem an Schüler-

Dauer: 3 Probeneinheiten (Freitag Abend, Samstag Vormittag, Samstag NachmittagAufführung am Sonntag im Gottesdienst)

Inhalt: Ausgangspunkt ist die Auswahl eines der Gleichnisse Jesu oder einer geeigneten Geschichte aus der Bibel. Das kann vorab geschehen oder gemeinsam erkundet werden.

Ziel
:Eine maximal 10 minütige Aufführung, in der alle beteiligten Jugendlichen mit ihren ureigensten Mitteln und Möglichkeiten die biblischen Geschichten darstellen und lebendig werden lassen.

Ablauf:
Am ersten Abend wird geklärt, welcher biblischen Geschichte wir uns nähern wollen und warum. Danach wird spielerisch ausprobiert, welche der auftretenden Personen oder Personengruppen welche Absichten, Sorgen, Träume, Wünsche, Hoffnungen und Erfahrungen haben. Das gestaltet sich als kleine Einführung in die Grundlagen des darstellerischen Spiels. Am Ende des ersten Abends weiß jeder Jugendliche, welche Rolle er in der ausgewählten Geschichte spielen wird.

In der zweiten Einheit wird die Situation beleuchtet, in der sich die handelnden Personen befinden. Die Annahme und Imagination einer Spielsituation ist Grundlage jeder darstellerischen Entäußerung. Hier dient sie gleichzeitig zur Vertiefung und Auslotung der konkreten "biblischen" Gegebenheit. Aus den verschiedenen emotionalen, gesellschaftlichen und biografischen Situationen der handelnden Personen ergeben sich Konflikte – die Grundlage jeder theatralischen Darstellung. Diese Konflikte werden so konkret und so "heutig" wie möglich herausgearbeitet.

In der dritten Einheit
werden die gefundenen Konflikte theatralisch strukturiert und auf die Lösung hin, die der biblische Text anbietet, zugespitzt. Da jede theatralische Annäherung an eine Geschichte von den persönlichen Erfahrungen und Eigenheiten der Darsteller geprägt ist, ist der "Ausgang" der Geschichte offen. Nicht im Sinne des Textes, der immer das inhaltliche Gerüst bleibt, aber im Sinne der Wertung, Auslegung, Interpretation und Wichtung derjenigen Menschen, die diese Geschichte darstellen.


Konzept: Vom Seminarleiter wird nur schauspiel-methodisch angeleitet. Die Chance der alltagsfernen Wochenendsituation soll genutzt werden, um den Jugendlichen im darstellenden Spiel einen ganz eigenen, persönlichen, ergebnisoffenen Zugang zu den biblischen Geschichten und Gleichnissen zu ermöglichen. Das Ziel der Aufführung ist mit keinerlei künstlerischen Vorgaben belegt. Auch die Fassungslosigkeit vor der biblischen Botschaft oder ihre Unbegreifbarkeit kann ein Ergebnis dieser Arbeit sein. Auch wenn "nur" das dargestellt werden sollte, nähern wir uns dem biblischen Text. Allerdings zeigen die Erfahrungen, das der Weg der theatralischen Beschäftigung mit Bibeltexten eher in die Mitte des Glaubens führt.

Wochenendseminar 2
Geschichten der Bibel erlebbar machen

Ein Wochenseminar zur theatralischen Erarbeitung eines Predigtanspiels
- dieses Angebot richtet sich vor allem an ältere Jugendliche und Erwachsene -

Dauer: Eine Woche, jeweils an den 5 oder 6 Abenden

Inhalt:Ausgangspunkt ist die Auswahl eines der Gleichnisse Jesu oder einer geeigneten Geschichte aus der Bibel. Das kann vorab geschehen oder gemeinsam erkundet werden.

Ziel: Eine Aufführung, in der alle Beteiligten mit ihren ureigensten Mitteln und Möglichkeiten die biblischen Geschichten darstellen und lebendig werden lassen.

Ablauf:      
Erste Einheit: Kennenlernen. Gemeinsame Klärung der Textgrundlage. Welche biblische Geschichte soll warum dargestellt werden. Einführung in die Grundlagen darstellerischen Spiels.

Zweite Einheit: Improvisatorische Annäherung an die in der ausgewählten Geschichte handelnden Personen. Klärung der Rollenverteilung und Einführung in die Differenzierungen von Rollendarstellungen.

Dritte Einheit: Klärung der konkreten Situation, in der sich die ausgewählte Geschichte abspielt. Die Annahme und Imagination einer Spielsituation ist Grundlage jeder darstellerischen Entäußerung. Hier dient sie gleichzeitig zur Vertiefung und Auslotung der konkreten "biblischen" Gegebenheit.

Vierte Einheit:  Aus den verschiedenen emotionalen, gesellschaftlichen und biografischen Situationen der handelnden Personen ergeben sich Konflikte – die Grundlage jeder theatralischen Darstellung. Diese Konflikte werden so konkret und so "heutig" wie möglich herausgearbeitet.

Fünfte Einheit: Die gefundenen Konflikte werden theatralisch strukturiert und auf die Lösung hin, die der biblische Text anbietet, zugespitzt. Da jede theatralische Annäherung an eine Geschichte von den persönlichen Erfahrungen und Eigenheiten der Darsteller geprägt ist, ist der "Ausgang" der Geschichte offen. Der endgültige Ablauf des Anspiels entsteht.

Sechste Einheit: Je nach Probenstand und Intention der Darsteller kann hier schon die Aufführung stehen, oder eine intensivere Phase des Ausprobierens der Spielfassung.

Konzept: Vom Seminarleiter wird nur schauspiel-methodisch an-geleitet. Die Chance der alltagsfernen Wochenendsituation soll genutzt werden, um den Jugendlichen im darstellenden Spiel einen ganz eigenen, persönlichen, ergebnisoffenen Zugang zu den biblischen Geschichten und Gleichnissen zu ermöglichen. Das Ziel der Aufführung ist mit keinerlei künstlerischen Vorgaben belegt. Auch die Fassungslosigkeit vor der biblischen Botschaft oder ihre Unbegreifbarkeit kann ein Ergebnis dieser Arbeit sein. Auch wenn "nur" das dargestellt werden sollte, nähern wir uns dem biblischen Text. Allerdings zeigen die Erfahrungen, das der Weg der theatralischen Beschäftigung mit Bibeltexten eher in die Mitte des Glaubens führt.

Wochenendseminar 3
Geschichten erlebbar machen

Ein Wochenendseminar zur theatralischen Erarbeitung eines Märchens oder einer selbstgewählten Geschichte
-dieses Angebot richtet sich vor allem an Schüler-

Dauer: 3 Probeneinheiten (Freitag Abend, Samstag Vormittag, Samstag Nachmittag )

Inhalt: Ausgangspunkt ist die Auswahl eines Märchens oder einer selbst gewählten geeigneten Geschichte. Das kann vorab geschehen oder gemeinsam erkundet werden.

Ziel: Eine maximal 10 minütige Aufführung, in der alle beteiligten Jugendlichen mit ihren ureigensten Mitteln und Möglichkeiten die Geschichten darstellen und lebendig werden lassen.

Ablauf:
Am ersten Abend
wird geklärt, welcher Geschichte oder welchem Märchen wir uns nähern wollen und warum. Danach wird spielerisch ausprobiert, welche der auftretenden Personen oder Personengruppen welche Absichten, Sorgen, Träume, Wünsche, Hoffnungen und Erfahrungen haben. Das gestaltet sich als kleine Einführung in die Grundlagen des darstellerischen Spiels. Am Ende des ersten Abends weiß jeder Jugendliche, welche Rolle er in der ausgewählten Geschichte spielen wird.
  
In der zweiten Einheit wird die Situation beleuchtet, in der sich die handelnden Personen befinden. Die Annahme und Imagination einer Spielsituation ist Grundlage jeder darstellerischen Entäußerung. Hier dient sie gleichzeitig zur Vertiefung und Auslotung der konkreten Gegebenheit innerhalb der Geschichte oder des Märchens. Aus den verschiedenen emotionalen, gesellschaftlichen und biografischen Situationen der handelnden Personen ergeben sich Konflikte – die Grundlage jeder theatralischen Darstellung. Diese Konflikte werden so konkret und so "heutig" wie möglich herausgearbeitet.

In der dritten Einheit
werden die gefundenen Konflikte theatralisch strukturiert und auf die Lösung hin, die der Text anbietet, zugespitzt. Da jede theatralische Annäherung an eine Geschichte von den persönlichen Erfahrungen und Eigenheiten der Darsteller geprägt ist, ist der "Ausgang" der Geschichte offen. Nicht im Sinne des Textes, der immer das inhaltliche Gerüst bleibt, aber im Sinne der Wertung, Auslegung, Interpretation und Wichtung derjenigen Menschen, die diese Geschichte darstellen.

Konzept: Vom Seminarleiter wird nur schauspiel-methodisch an-geleitet. Die Chance der alltagsfernen Wochenendsituation soll genutzt werden, um den Jugendlichen im darstellenden Spiel einen ganz eigenen, persönlichen, ergebnisoffenen Zugang zu Märchen und Geschichten zu ermöglichen. Das Ziel der Aufführung ist mit keinerlei künstlerischen Vorgaben belegt. Zudem eröffnet das gemeinsame darstellende Spiel viele Möglichkeiten, sich innerhalb der beteiligten Gruppe neu und in anderen Zusammenhängen als den gewohnten Alltagssituationen kennenzulernen.

Wochenendseminar 4
Geschichten und literarische Texte erlebbar machen

Ein Wochenseminar zur theatralischen Erarbeitung einer Aufführung
- dieses Angebot richtet sich vor allem an ältere Jugendliche und Erwachsene -

Dauer: Eine Woche, jeweils an den 5 oder 6 Abenden

Inhalt: Ausgangspunkt ist die Auswahl eines geeigneten Textes oder einer Geschichte Das kann vorab geschehen oder gemeinsam erkundet werden. Der Kursleiter kann mit vielfältigen Anregungen dabei unterstützend helfen.

Ziel: Eine Aufführung, in der alle Beteiligten mit ihren ureigensten Mitteln und Möglichkeiten Texte oder Geschichten darstellen und lebendig werden lassen.

Ablauf: Erste Einheit. Kennenlernen. Gemeinsame Klärung der Textgrundlage. Welche Geschichte soll warum dargestellt werden. Welche Spielform soll gewählt werden.  Einführung in die Grundlagen darstellerischen Spiels.

Zweite Einheit: Improvisatorische Annäherung an die in der ausgewählten Geschichte handelnden Personen. Klärung der Rollenverteilung und Einführung in die Differenzierungen von Rollendarstellungen.

Dritte Einheit: Klärung der konkreten Situation, in der sich die ausgewählte Geschichte abspielt. Die Annahme und Imagination einer Spielsituation ist Grundlage jeder darstellerischen Entäußerung. Hier dient sie gleichzeitig zur Vertiefung und Auslotung der konkreten "literarischen" Gegebenheit.

Vierte Einheit: Aus den verschiedenen emotionalen, gesellschaftlichen und biografischen Situationen der handelnden Personen ergeben sich Konflikte – die Grundlage jeder theatralischen Darstellung. Diese Konflikte werden so konkret und so "heutig" wie möglich herausgearbeitet.

Fünfte Einheit: Die gefundenen Konflikte werden theatralisch strukturiert und auf die Lösung hin, die der Text anbietet, zugespitzt. Da jede theatralische Annäherung an eine Geschichte von den persönlichen Erfahrungen und Eigenheiten der Darsteller geprägt ist, ist der "Ausgang" der Geschichte offen. Der endgültige Ablauf des Aufführung entsteht.

Sechste Einheit: Je nach Probenstand und Intention der Darsteller kann hier schon die Aufführung stehen, oder eine intensivere Phase des Ausprobierens der Spielfassung.

Konzept: Vom Seminarleiter wird nur schauspiel-methodisch an-geleitet. Die Chance der alltagsfernen Wochenendsituation soll genutzt werden, um den Jugendlichen im darstellenden Spiel einen ganz eigenen, persönlichen, ergebnisoffenen Zugang zu den gewählten Textvorlagen zu ermöglichen. Das Ziel der Aufführung ist mit keinerlei künstlerischen Vorgaben belegt.
Zudem eröffnet das gemeinsame darstellende Spiel viele Möglichkeiten, sich innerhalb der beteiligten Gruppe neu und in anderen Zusammenhängen als den gewohnten Alltagssituationen kennenzulernen.